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Sehnsuchtsorte!

Seit meiner Jugend bin ich eigentlich immer gerne in den Urlaub gefahren. So ein in den Urlaub fahren war für mich in gewisser Hinsicht auch immer eine Entziehungskur vom Alltag. Also Entziehung von Stress, Entziehung von sozialen Kontakten, Entziehung von technischen Geräten. Und natürlich Entziehung auch von all dem anderen Scheiß, den man im Leben doch eigentlich gar nicht braucht und wenn er dann eben doch da ist, auch nur für Luxusprobleme sorgt.  Urlaub war und ist für mich auch meist zehn von zwölf Tagen Regenwetter. Und ich rege zu sagen, dass mir dies rein gar nichts ausmachen würde. Aber ob Regen oder nicht, in Wahrheit ist Urlaub für mich heute doch nur das Befriedigen der Sehnsucht nach Orten, die einem irgendwann mal was gegeben zu haben scheinen. Nur was, ist längst vergessen. Aber war doch mal schön da, also wieder hin da. Die Sehnsucht danach war schließlich groß genug und wann hat sich diese blöde Sehnsucht eigentlich mal getäuscht? Ich konnte mich nich...

Blind-Date mit einer Kick-Boxerin

Wir sitzen in einer Bar, irgendwo in oder bei Berlin. Du berichtest aus deinem Single-Leben und davon, wie Singles leben. Ich höre zu, sage also nichts. Und du fragst mich, wie das denn so wäre, ein Versprechen abgegeben zu haben, jeden Tag nur noch Kartoffelsuppe zum Fraß vorgesetzt zu bekommen. Woraufhin ich nur das tue, was ich nach vier Bier sowieso noch am besten kann. Ich schaue doof und sage nichts. Denn nach vier Bier etwas von mir zu geben, habe ich schon so manches Mal bereut. Aber auch nicht immer. Und du bestellst dein nächstes Bier. Möchtest mit mir anstoßen. Als erstes darauf, dass es Scheidungsrichter gibt und ich dank denen zum Glück nicht mein restliches Leben nur eine Frau lieben müsse. Der Drang, dazu etwas zu sagen, war so groß wie mein Harndrang selbst. Also ging ich pissen, kam dann wieder und meinte: "Weisst du, das stimmt gar nicht, was du sagst! Auch ich kann mehrere Frauen lieben. Erst kürzlich habe ich eine kennengelernt. Sehr süss sei sie, auch wenn ic...

Kinder in Senfsoße! Gedünstet von der Sommersonne!

Omas stehen an Gehegen im Zoo und schauen Tieren beim Fressen, ficken oder sterben zu. Oder alte Leute stehen vor Zäunen von Kindertageseinrichtungen und schauen Kindern beim sich gegenseitig die Schaufel auf den Kopf hauen, von Klettergerüsten fallen oder beim nach Mama plärren zu.  Auf dem Freigehege der Straße glotzen triebgesteuerte Männer Frauen hinterher. Frauen, die Ausschnitte viel zu tief tragen, weil viel zu tiefe Ausschnitte viel zu viele Blicke erhaschen wollen, die nicht gesund sind, denn das, was oftmals viel zu freizügig präsentiert wird, ungefähr so schön wie ein Igel aussieht, der auf der Autobahn das Tempo viel zu schnell fahrender Autos unterschätzte. Soll man dann eher für Menschen Verständis aufbringen, die dann lieber am Zaun des Freibads stehen und kleine Kinder, statt Tiere im Zoo gucken? Aber auch dort regiert Cellulite in Massen. Von Vätern und Müttern. Auch Väter und Mütter selbst in Massen im Kleinkindbecken des örtlichen Freibads. Fremde Kinder werden...

E-Book-Neuerscheinung "Das Leben ist eine Nachtzugreise"

  Ab 06.Juli gibt es bei Amazon mein neues E-Book "Das Leben ist eine Nachtzugreise" zum Download für 1,49€. Bereits vorbestellbar ist es auch: http://www.amazon.de/Das-Leben-eine-Nachtzugreise-Gedankenspiele-ebook/dp/B010CCNB8I/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1435230062&sr=8-2&keywords=torsten+siekierka Ein Ausschnitt aus dem Kapitel  "Das Atomkraftwerk und der Müll der Selbstbefriedigung!" Langsam spürte ich, dass ich Schwierigkeiten bekam, mich wachzuhalten. Immer öfter nickte ich weg, statt dem jungen, alt aussehenden Mann zuzunicken. Bemerkenswerterweise spürte ich, wie mir in meiner Müdigkeit und der Schwierigkeit mich wachzuhalten, sogar Spucke aus dem Mund lief. Franz-Josef schien das gar nicht zu merken. Der quatschte einfach immer weiter. Davon, wie es bei seiner Mama war, aber auch, wie es in der Schule so gelaufen ist. Davon, dass er heute achtzehn Jahre alt wäre und eigentlich die Schule besuchen müsste. Er ging damals...

Demnext....

....wird ihr Lieblingsautor in Schleswig lesen. Mehr dazu hier: Im Juli wird auch ein neues E-Book erscheinen.  "Das Leben ist eine Nachzugreise"   stellt den dritten und letzten Teil der "Gedankenspiele"-Reihe dar. Das ist die Buchreihe, in der Mütter nicht von ihren Kindern lassen können und Pädagogen leiden, weil sie eben auch gerne leiden. Was sollen sie auch sonst tun? Alles andere kostet ja auch Geld. Und der dritte und letzte Teil wird thematisieren, wohin Erziehungsstile, in denen man Kinder genauso behandelt wie Liebespartner, führen. Außerdem geht es natürlich auch um Unterschiede zwischen  Älter werden und Alt sein und so Dinge wie Kaffee und Bier trinken, Nachtzugtoiletten aufsuchen und Rauchverbote missachten. Und hier ist das Bild zum Cover:   Und was ist sonst noch so geplant in diesem Jahr?  Lesungen in Dresden und in St.Pölten (Österreich) Ende des Jahres erscheint dann ein Roman, dessen Namen mehr sagt, als alle Wort...

Deutschland den Deutschen oder Nichts kann schlimmer als Krieg sein

Ich liege wach. Kann nicht schlafen. Liegt aber nicht daran, dass sich die Federkerne meiner Matratze in meinen Rücken bohren. Meine Gedanken sind noch in der Türkei, in Bulgarien, in Ungarn und auch all den anderen Ländern, die wir während unserer Flucht aus Syrien kennenlernen mussten. Meine Gedanken sind auch bei meiner Familie. Meine Frau, zwei meiner drei Kinder. Unsere Wege haben sich auf der Flucht verloren. Einzig meine 10-jährige Tochter liegt mit in meinem Zimmer. Sie säuselt leise im Schlaf vor sich hin.  Und ich liege noch immer wach. In Deutschland sind wir in einer Notunterkunft untergebracht. Als wir hier einzogen, standen Menschen vor dem Haus mit Plakaten. Ich sah nicht, was darauf geschrieben stand. Aber die Blicke der Menschen sahen hasserfüllt aus. Das machte mir aber keine Angst. Blicke und Schreie voller Menschenhass verursachen keine Ängste mehr, wenn man die hasserfüllten Blicke und Schreie von Bomben und Maschinengewehren kennenlernen musste. Nichts ka...